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Lohnt sich NPAR (Nic-Partitioning) bei 10G Hosts und iSCSI?

wector106
Gelegentlicher Besucher

Lohnt sich NPAR (Nic-Partitioning) bei 10G Hosts und iSCSI?

Hallo zusammen,

wir müssen mal wieder unsere VM-Ware Umgebung erweitern und überlegen einen oder zwei neue Hosts zu kaufen. Wir setzen eigentlich schon ewig HP DL380 Server ein, momentan die Gen8.

Netzseitig haben wir die interne LOM Karte mit 2 x 10G SFP+ im einsatz. Diese beiden Ports sind an seperate Coreswitches angeschlossen. Alle Dienste (Konsole, normales LAN, DMZ, VOIP, V-Motion, iSCSI auf die Nimbles) laufen über VLans und sind entspechend im den VM-Ware Switchen definiert.

Schon damals stellte ich mit die Frage ob z.B. eine VMotion die 10G Leitung auslasten kann (kann sie) und was das an Auswirkungen auf die anderen Dienste hat, insb. iSCSI.

Bis Dato habe ich keinerleih Probleme festgestellt.

Nun habe ich bei neueren LAN Karten bemerkt das es das sog. NPAR (Nic-Partitioning) gibt. Hierbei kann man einen 10G Port in bis zu vier "logische" NICs teilen und diesen Bandbreite "garantieren" sowie eine "maximalbandbreite" festlegen. Das ganze passiert im BIOS. im Gastbetriebssystem (Windows, Linux, VMWare) kommen dann bis zu vier einzelne Karten an.

Hier eine Erklärung dazu: Product Demonstration: QLE8242 Converged Network Adapter Featuring NPAR in VMware - YouTube

Nun würde mich interessieren ob ihr schon Erfahrungen mit diesem "Dual 10G" Betrieb inkl iSCSI habt und ob ihr vielleicht eine Aussage treffen könntet ob sich das QOS für die 10G Ports überhaupt lohnt.

Grüße

Tim Pfeiffenberger

2 ANTWORTEN
pflammer23
Geschätzter Mitwirkender

Re: Lohnt sich NPAR (Nic-Partitioning) bei 10G Hosts und iSCSI?

Hallo Tim,

ich persönlich habe keine Erfahrung mit NPAR, aber es hört sich definitiv interessant an.

Die Frage die sich mir stellt ist folgende: Ist dieses Feature "besser" als die bereits eingesetzten/bekannten Funktionen?

Da Du den Traffic schon via VLANs getrennt hast, weiß ich nicht ob es sinnvoll ist, eine weitere Managementschicht hinzuzufügen.

Auf den ersten Blick sehe ich keine großen Vorteile gegenüber QoS auf dem Switch oder VMware Storage IO Control.

Ich kann mir sogar gut vorstellen, dass diese beiden Mechanismen deutlich flexibler sind da sie weniger Abhängigkeiten zur Hardware haben.

Zum Thema VMotion:

Falles es wärend Migrationen zu Problemem kommt (habe ich auch noch nie gesehen), können diese auch per Traffic-Shaping auf dem vSwitch limitiert werden.

http://wahlnetwork.com/2013/04/03/leveraging-traffic-shaping-to-control-multi-nic-vmotion-bandwidth/

http://www.yellow-bricks.com/2014/06/30/vswitch-traffic-shaping/

Interessant wäre es aber von jemand zu hören, der NPAR produktiv im Einsatz hat!

Viele Grüße

Pierre

sven_hancke
Gelegentlicher Besucher

Re: Lohnt sich NPAR (Nic-Partitioning) bei 10G Hosts und iSCSI?

> Die Frage die sich mir stellt ist folgende: Ist dieses Feature "besser" als die bereits eingesetzten/bekannten Funktionen?

Das sehe ich auch als relevante Fragestellung. Und m.W. arbeitet NPAR nur unidirektional (ausgehend), so dass ich eh auf dem Switch (für die andere Richtung) konfigurieren muss - warum dann nicht gleich dort?

Insofern wäre ich auch mit dem Begriff QoS bei NPAR etwas vorsichtig. Aber für bestimmte Szenarien mag NPAR passen...

Gruß

Sven Hancke