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Auf offener Straße zur Industrie 4.0

Oft liest man, mit der Industrie 4.0 halte die IT nun auch Einzug in die Fabrik. Die Industrie arbeitet aber längst IT-gestützt. Was fehlt, ist vielmehr standardisierte, offene Kommunikation, um proprietäre Welten zur intelligenten Fabrik der Zukunft zu verbinden.

Ob ABB, Bosch, GE, Kuka oder Siemens: Alle namhaften Anlagenhersteller liefern IT-gestützte Anlagensteuerung, Ferndiagnostik und oft sogar vorausschauende Wartung (Predictive Maintenance). Was mancher als künftigen Vorteil einer gerade erst aufblühenden Industrie 4.0 preist, ist häufig schon Alltag.

Auf der Industry of Things World am 18. und 19. September 2017 in Berlin zeigt Hewlett Packard Enterprise Trends und Lösungen für das industrielle Internet der Dinge.

 Vorteile erzielt man aber meist nur innerhalb der proprietären Umgebung des jeweiligen Anbieters: Die Maschinendatenerfassung des Herstellers A spricht eine andere Sprache als die des Herstellers B, das Monitoring der Umgebungsbedingungen (Condition Monitoring) des Herstellers C ist nicht einzubinden in die Predictive-Maintenance-Funktionalität von Hersteller D. Und hochmoderne Digital-Twin-Technik (ein virtuelles 3D-Abbild von Maschinen für Training und Fehlersuche) versteht sich mal nur mit Oculus Rift, mal nur mit Microsofts Hololens.

So findet man in der Produktion den sprichwörtlichen „Zoo“ an Werkzeugen, jedes mit eigenem Protokoll und Datenformat. Dies erschwert dem Betreiber übergreifende Aussagen, um Geschäftsziele und Produktion abzugleichen und Prozesse zu optimieren.

image-1x-md.jpgEin Beispiel: Die CNC-Fräse eines Automobilzulieferers meldet dank Predictive Maintenance, dass innerhalb von zwei Wochen eine außerplanmäßige Wartung erforderlich ist. Was wäre dafür der optimale Zeitpunkt? Um dies zu ermitteln, müsste eine Vielzahl von Daten griffbereit vorliegen: Bei welchen weiteren Maschinen steht eine Wartung an? Wann lässt die Auftragslage am ehesten eine Auszeit zu? Droht gerade ein Materialengpass, sodass eine Wartung gar kein Problem wäre? Sind Zulieferer oder Kunden über Verzögerungen zu informieren?

All diese Informationen liegen vor, aber nur in den jeweiligen Silos: im ERP-System, im PPS der Leitstelle, im Supply Chain Management, im CRM-System, im Manufacturing Execution System und in den Tools der Gerätehersteller. Die Situation gleicht der im Rechenzentrum vor 30 oder 40 Jahren: Viele Systeme sind auf engstem Raum versammelt, doch sie verstehen sich nur mangelhaft.

Im Rechenzentrum von heute sind diese Grenzen überwunden: Hier sind offene Systeme ebenso Stand der Technik wie Standardprotokolle (Ethernet/IP) und offene APIs für den Datenaustausch. Ein Treiber dieser Entwicklung war und ist Hewlett Packard Enterprise: HPE hat stets offene Systeme und offene APIs propagiert, um das herstellerübergreifende Zusammenspiel der IT-Ressourcen zu fördern. Diese Kompetenz bringen HPE-Berater nun am Netzwerkrand (Edge) und somit in der Produktion ein.

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HPE Advisory and Transformation Services unterstützen Unternehmen bei der Erarbeitung von Industrie-4.0-Prozessen, bei der Planung der IoT-Landschaft, der Systemintegration und dem laufenden Betrieb.

Eine Option ist beispielsweise eine Ende-zu-Ende-Umgebung mit konvergenten IoT-Systemen der HPE Edgeline Familie oder HPE Converged Plant Infrastructure (Geräte speziell für den Einsatz in der Fertigungsindustrie); möglich ist aber eben zudem die Einbindung von Lösungspartnern wie PTC oder GE Digital (Predix). Die Big-Data-Analyse könnte hierbei mit Hadoop, SAP oder auch Vertica erfolgen.

Ein Beispiel für diese Offenheit: HPE engagiert sich für das Projekt ARENA2036, bei dem mehrere Anbieter aus Industrie und IT gemeinsam mit der Universität Stuttgart und einem Fraunhofer Institut an der flexiblen Fabrik für den Autobau der Zukunft forschen. Denn künftig will man Autos variabel, auf Abruf und letztlich sogar in Losgröße 1 bauen. Das erfordert Kooperation, interoperable Analytik und nicht zuletzt den ungehinderten Verkehr auf offenen Datenautobahnen.

Erfahren Sie mehr zum Industrie-4.0-Consulting sowie dem IoT-Portfolio von HPE.

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Über den Autor

DanKaltenbach

IoT and Digital Domain Manager Germany

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