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HPE Ezmeral: Grünes Licht für die digitale Transformation

Ezmeral.jpgDigitalisierung, schier grenzenlose Datenmassen, KI-Projekte, Security, Compliance: Die Herausforderungen für IT-Verantwortliche sind ebenso vielfältig wie gewaltig – und mit der Bewältigung der Pandemie durch verteiltes Arbeiten kamen dieses Jahr weitere hinzu. Vor diesem Hintergrund stellte HPE diesen Sommer unter dem Markennamen „HPE Ezmeral“ ein brandneues Softwareportfolio vor. Die Ezmeral-Softwarefamilie soll den Unternehmen helfen, ihre Digitalisierung zu beschleunigen, verborgene Datenschätze zu heben und den IT-Betrieb zu automatisieren – und dies durchgängig vom Netzwerkrand (Edge) über das RZ bis zur Cloud. Die Softwarelizenzierung nach Bedarf erweitert dabei die Cloud-Flexibilität ins Unternehmensnetz.

Die meisten Unternehmen arbeiten eifrig an der Modernisierung ihrer digitalen Infrastrukturen, allerdings parallel in zwei Geschwindigkeiten: Einerseits nutzt man Public-Cloud-Ressourcen per Mausklick und rollt mit DevOps-Prozessen zügig neue Cloud-native Applikationen aus; andererseits muss der Altbestand sicher und verlässlich weiterlaufen – hier folgt die Modernisierung eher gemächlichen Zyklen. Laut IDC sind 70 Prozent der Applikationen nach wie vor nicht in der Public Cloud – und viele werden sicher weiterhin im Unternehmens-RZ oder am Edge verbleiben.

Vielfältige Herausforderungen

Diese „bimodale IT“ oder „IT der zwei Geschwindigkeiten“ klingt nach einem geordneten Nebeneinander: rechte Fahrspur für den Altbestand, Überholspur für die digitale Innovation. Doch so einfach ist es nicht: Mal gilt es, eine Altanwendung auf die linke Fahrspur zu bringen, mal holt man eine Cloud-App aus Kosten- oder Compliance-Gründen auf die rechte, unternehmenseigene Spur zurück. Das bremst den Innovationsverkehr, mitunter entstehen (Projekt-)Staus. Vor allem aber verursachen mangelnder Überblick über die Verkehrslage und eine auf IT-Silos beschränkte Verkehrsregelung hohe Mehrkosten und Verwaltungs-Overhead.

Die „IT der zwei Geschwindigkeiten“ sorgt immer wieder für Probleme ([1] IDC Cloud Pulse Q1 2020).Die „IT der zwei Geschwindigkeiten“ sorgt immer wieder für Probleme ([1] IDC Cloud Pulse Q1 2020).

Da liegt der Wunsch nahe, diese vielfältigen IT-Verkehrsprojekte mit einer übergreifenden Softwareebene zu vereinheitlichen und zusammenzuführen – und zwar vom Edge über das Rechenzentrum bis zur Cloud, sonst entstehen gleich neue Silos. Linderung im Verkehrschaos schafft hier die Containerisierung von Applikationen: Sie eröffnet die Möglichkeit, Arbeitslasten flexibel zwischen Cloud und Unternehmensnetz zu verschieben – doch eine geeignete Container-Infrastruktur und passende Workflows wollen erst einmal aufgebaut sein.

Zeitgleich haben Unternehmen quer durch alle Branchen längst erkannt, dass die Zukunft in der Auswertung und Nutzung der immensen Datenmengen liegt, die allerorts anfallen. Viele haben bereits erste Gehversuche mit KI und ML (künstliche Intelligenz, maschinelles Lernen) absolviert, stehen aber nun vor der Hürde, dies in den Alltagsbetrieb zu überführen. Schließlich stellen KI/ML-Umgebungen ganz neue Anforderungen an die Wandelbarkeit des IT-Unterbaus: Sie erfordern es sozusagen, schnell mal eine Teststrecke zu bauen, die man wenig später durch eine andere ersetzt.

Bei all dem gilt es, den Überblick über die heterogene IT-Landschaft zu behalten – über Performance, Nutzung und Auslastung vom Edge bis zur Cloud ebenso wie über die Kosten, die in der Public Cloud bekanntlich leicht eskalieren können. Und nicht zuletzt hat die Pandemie verdeutlicht, dass eine IT-Organisation heute in der Lage sein muss, in kürzester Zeit auf neue Anforderungen zu reagieren und zum Beispiel neu eingeführte Applikationen für sichere Fernzugriffe zugänglich zu machen, sobald eine Krise dies erfordert.

Neues Ezmeral-Portfolio

Angesichts dieser Fülle von Herausforderungen hat HPE zur HPE Discover, die diesen Juni – wie so vieles – rein virtuell stattfand, sein Softwareportfolio grundlegend neu geordnet und unter der Marke Ezmeral zusammengeführt. Der Name „Ezmeral“ ist übrigens abgeleitet von „esmeralda“, dem spanischen Wort für „Smaragd“, also jenen Edelstein, der so grün glänzt wie das HPE-Logo.

Für grünes Licht soll Ezmeral beim IT-Betrieb sorgen, indem es die diversen IT-Verkehrsflüsse zu einem einheitlichen, zentral gesteuerten Innovationsstrom vereint. „Wir vereinheitlichen alle Clouds vom Netzwerkrand bis zu den großen Clouds im Interesse der Kunden, damit sie alles auf die gleiche Weise und mit der gleichen Erfahrung nutzen können“, erläuterte Antonio Neri, CEO von HPE, die Zielsetzung von HPEs Edge-to-Cloud-Portfolio auf der Basis der neuen Ezmeral-Familie in einem Interview mit der amerikanischen Fachzeitschrift CRN. „Jetzt sind Kunden nicht mehr gezwungen, sich für eine einzige Cloud zu entscheiden.“ Ezmeral steuert dazu, wie Antonio Neri ausführte, einen Open-Source-basierten, autonomen und intelligenten Softwarestack bei.

Die Komponenten des neuen HPE Ezmeral Softwareportfolios im Überblick (* = Open Source; ** = läuft auf jeder Hardware und in jeder Cloud)Die Komponenten des neuen HPE Ezmeral Softwareportfolios im Überblick (* = Open Source; ** = läuft auf jeder Hardware und in jeder Cloud)

Es lohnt sich, aus der Vogelperspektive einen Blick auf diese neue, intelligente Infrastruktur zu werfen. Das Ezmeral-Portfolio umfasst – wie das Bild oben zeigt – eine Reihe von Bestandteilen, die ineinandergreifen und sich ergänzen. Die Kernkomponenten sind HPE Ezmeral ML Ops (vormals BlueData), die HPE Ezmeral Data Fabric (vormals MapR) und die HPE Container Platform, die im März allgemein verfügbar wurde. Beleuchten wir also kurz die einzelnen Bau- oder besser Edelsteine des Ezmeral-Portfolios und deren Vorteile für IT-Projekte:

* Die HPE Ezmeral Container Platform ermöglicht DevOps-Teams das effiziente Container-Management für den gemeinsamen Betrieb Cloud-nativer und nicht Cloud-nativer Anwendungen auf Basis der Open-Source-Orchestrierungslösung Kubernetes. Container und Kubernetes haben sich als De-facto-Standard für die Kapselung von Applikationen etabliert. So lassen sich diese schnell ausrollen, aktualisieren, skalieren und portieren – ohne den teuren Umweg über die Virtualisierung. Wichtig: Die HPE Container Platform unterstützt die Containerisierung von Microservices wie auch zustandsabhängiger Unternehmensanwendungen. So erlaubt sie es, Applikationen und Services nach Bedarf im Unternehmens-RZ, am Edge oder in einer Public Cloud zu betreiben – und Workloads flexibel zwischen den Umgebungen zu verschieben. Damit können Unternehmen ihre Applikationen stets dort betreiben, wo es am sinnvollsten ist –  mit Deployment per Mausklick überall in der Hybrid Cloud und mit unternehmensgerechter Sicherheit. Zugleich vermeidet man die Sackgasse der Provider-Abhängigkeit („lock-in“).

* HPE Ezmeral ML Ops ist einer der beiden Kernbausteine für den effizienten Betrieb von KI/ML und Data Analytics. Die Software ermöglicht es Unternehmen, Machine-Learning-Modelle zügig in den Produktivbetrieb zu überführen, um schnell von ML-gestützten Erkenntnissen zu profitieren. Während die großen Cloud-Provider Anbieter nur punktuelle Services liefern, die der Benutzer selbst zu einem ML-Workflow zusammenbauen muss, unterstützt Ezmeral ML Ops den gesamten ML-Lebenszyklus: von der Datenaufbereitung über Aufbau und Training der ML-Modelle bis zu deren Praxiseinsatz – und dies einschließlich kritischer Aspekte wie Kollaboration und Monitoring. Die durchgängige Data-Science-Lösung bietet die Flexibilität, on-premises, in verschiedenen öffentlichen Clouds oder in einer hybriden Umgebung zu laufen. So kann ein Unternehmen dynamisch auf neue Geschäftsanforderungen reagieren und ML-Workloads jeweils dort betreiben, wo die Vorgaben an Performance, Latenz, Sicherheit oder Datenbereitstellung es erfordern – und ohne sich an einzelne Cloud-Provider zu binden.

* Die Basis für diese Flexibilität schafft die HPE Ezmeral Data Fabric. Dieser globale Datenspeicher kann Daten unterschiedlichster Datentypen in Exabyte-Größenordnungen aufnehmen, speichern und verwalten, um sie schnell und einfach für Analysewerkzeuge bereitzustellen. Die Ezmeral Data Fabric integriert sich in die HPE Container Platform und ermöglicht so die hoch skalierbare Bereitstellung datengestützter Applikationen auf Kubernetes-Basis in beliebigen Infrastrukturen – auch am Netzwerkrand, also direkt dort, wo die Daten anfallen. Die Ezmeral Data Fabric sorgt mit Selbstheilungsverfahren für die resiliente Speicherung und somit für höchste Datensicherheit und -verfügbarkeit. Integrierte Analysewerkzeuge erleichtern die Aufbereitung der Daten, APIs ermöglichen das Zusammenspiel mit allen gängigen KI/ML-Werkzeugen. Damit liefert die HPE Data Fabric eine verlässliche, robuste und enorm hoch skalierbare Dateninfrastruktur für unterschiedlichste Einsatzfälle.

Sehen Sie in diesem Video mit Ted Dunning, was die richtige Data Fabric für Sie tun kann.Sehen Sie in diesem Video mit Ted Dunning, was die richtige Data Fabric für Sie tun kann.

* Für die übergreifende Verwaltung und KI-gestützte Automation des IT-Betriebs sorgen die beiden bewährten Management-Lösungen HPE OneView und HPE InfoSight. HPE OneView liefert die Grundlage dafür, Bestandsumgebungen in softwaredefinierte Infrastrukturen zu überführen. Die Lösung ermöglicht hochgradige Automation, vereinfacht das Lifecycle-Management der IT-Umgebung und erhöht so die Produktivität und Agilität des IT-Teams. HPE InfoSight wiederum ist die branchenweit fortschrittlichste Lösung für den KI-gestützten Infrastrukturbetrieb. Die Software nutzt Cloud-basiertes maschinelles Lernen, um Erkenntnisse über die gesamte IT-Landschaft hinweg zu gewinnen: von Servern und Speichersystemen bis zu virtuellen Machinen. Damit erleichtert sie es, Störungen zu vermeiden und die Applikationsperformance wie auch die Ressourcenplanung zu optimieren. Seit ihren Anfängen 2010 hat die ML-gestützte Prognosefunktionalität von InfoSight laut HPE-internen Berechnungen den Anwenderunternehmen bereits über 1,5 Millionen Stunden Betriebsausfall erspart.

* Sicherheits- und Kostenmanagement sind zwei Aspekte, die dabei natürlich nicht fehlen dürfen. Für Security nach dem Stand der Technik setzt HPE auf die Open-Source-Werkzeuge SPIFFE (Secure Production Identity Framework for Everyone) und dessen gängige Implementierung SPIRE (SPIFFE Runtime Environment). SPIFFE stellt eine Ebene für die Identitätskontrolle in verteilten IT-Umgebungen bereit und erübrigt damit teure Authentifizierungsmaßnahmen auf Applikations- oder Netzwerkebene. Für den budgetgerechten Cloud-Einsatz wiederum sorgt HPE Managed Cloud Controls mittels kontinuierlicher Kostenkontrolle, Auswertungen der Kosteneffizienz und Vorschlägen für die Optimierung der Ausgaben.

* Das On-Demand-Lizenzierungsmodell HPE GreenLake ermöglicht es dabei, die IT-Umgebung nach Bedarf zu lizenzieren, wie man dies von SaaS-Angeboten her kennt – aber eben auch On-Premises, vollständig verwaltet und mit nutzungsabhängiger Bezahlung im unternehmenseigenen RZ, in Colocation-Einrichtungen und am Edge. GreenLake dehnt damit die dynamische Preisgestaltung der Public Cloud ins Unternehmensnetzwerk aus.

* HPEs Serviceorganisation HPE Pointnext liefert ergänzend alle Services, die ein Anwenderunternehmen im modernen IT-Alltag benötigt, von der Planung hybrider Infrastrukturen über Workshops und Implementierung bis hin zum Betrieb von IT-Umgebungen als Managed Service. Auch HPE Managed Cloud Controls und HPE GreenLake sind Angebote von Pointnext.

Vereinte Power von Hardware, Software und Services

Schon dieser kurze Abriss zeigt: Die Software- und Service-Bausteine des Ezmeral-Portfolios ergänzen sich perfekt. Nur HPE bietet ein derart durchgängiges und schlüssiges Ineinandergreifen von Hardwareplattformen, Software – unter anderem für den KI/ML-gestützten IT-Betrieb – und passenden Beratungs-, Implementierungs-und Betriebsservices – und dies alles auf der Basis eines verbrauchsbasierten Abrechnungsmodells.

HPE Ezmeral ermöglicht eine Cloud-artige Nutzung von Applikationen und Daten in jeder beliebigen On-premises- und Cloud-Umgebung.HPE Ezmeral ermöglicht eine Cloud-artige Nutzung von Applikationen und Daten in jeder beliebigen On-premises- und Cloud-Umgebung.

„Vor drei Jahren sagten wir voraus, dass das Unternehmen der Zukunft Edge-zentriert, Cloud-fähig und datengetrieben sein würde“, so Antonio Neri in einem Blog-Post vom Juli. „Heute ist das keine Vorhersage mehr, sondern Realität. Und wir wissen, dass diese Edge-zentrierte, Cloud-fähige Welt die richtige Technologie, Expertise und finanzielle Flexibilität erfordern wird, um Unternehmen bei der Beschleunigung ihrer Transformation zu unterstützen.“

Ein Beispiel dafür, wie dieses Zusammenspiel in der Praxis aussieht, liefert das neue HPE Data Fabric PoC Bundle, das in Kürze auf den Markt kommen wird. Das Bundle für den Proof of Concept KI-tauglicher IT-Umgebungen vereint HPE Apollo Hardware, die HPE Data Fabric Software und einen KI-Transformationsworkshop von Pointnext. Diese Kombination ebnet einem Unternehmen den Weg für den schnellen Einstieg in die KI-Nutzung. HPE Hardware, HPE Ezmeral Software und Pointnext Services schaffen nicht nur grünes Licht für die schnelle digitale Transformation – sie sorgen im Zusammenspiel mit GreenLake sogar für eine regelrechte grüne Welle.

 

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Dima Tsaripa ist Category Manager HPC, Big Data & Artificial Intelligence bei Hewlett Packard Enterprise.

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Dima Tsaripa ist Category Manager HPC, Big Data & Artificial Intelligence bei Hewlett Packard Enterprise.

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